Ich kenne die Erwartungen, die erfolgreiche Eltern an ihre Kinder haben und ich weiß, wie wertvoll das Umfeld einer Privatschule für die persönliche Entwicklung sein kann.
Mein Wechsel nach Salem sollte mir helfen, mein Potenzial zu entfalten, nachdem Mobbing an der staatlichen Schule meine Leistungen zunehmend beeinträchtigt hatte. Doch auch dort setzte sich das Mobbing fort.
Um mich trotzdem stark zu fühlen, fand ich Wege, die mir kurzfristig halfen, für die ich aber einen hohen Preis zahlen musste: Schulverweis, schlechtes Abitur an einer staatlichen Schule, enttäuschte Eltern und eigene Scham darüber, meine Chancen nicht genutzt zu haben.
Rückblickend fehlte mir vor allem eines: eine außenstehende Person, die mir geholfen hätte, meinen eigenen Weg zu finden. Jemand, der mich hilft innere Stabilität und Stärke aufzubauen und mich dabei unterstützt, mir meiner Fähigkeiten bewusst zu werden. Jemand, der mir zeigt, wie man mit Druck, Bewertung und Ausgrenzung umgeht, ohne sich selbst zu verlieren.
Heute wachsen Kinder und Jugendliche in einer Welt auf, in der Leistungserwartung früh beginnt, der Vergleich mit dem scheinbar Unerreichbaren nur eine Wischbewegung entfernt ist und Fehler öffentlich für alle Welt sichtbar bleiben.
Kein Wunder, dass es vielen schwerfällt, sich zu konzentrieren, bei sich zu bleiben
und Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.
Genau deshalb arbeite ich mit Jugendlichen an Privatschulen, damit sie die Chancen, die ihnen geboten werden, wirklich nutzen können und das Potenzial, das ihnen mitgegeben wurde entfalten können.